Was, wenn mein Hund ängstlich wird?

Wenn Ihr Hund ängstlich wird, können wir Sie mit einer Hundetrainerin oder einem Hundetrainer verbinden und Sie mit ruhigen Routinen, Packempfehlungen und Unterstützung an Bord begleiten, damit Ihr Hund ruhen kann.

Manche Hunde empfinden eine Reise als belastend. Dieser Stress kann sich durch Unruhe, Hecheln, Winseln, Zittern, häufiges Lecken über die Lefzen, Gähnen, angelegte Ohren oder eine eingezogene Rute zeigen.

Das Ziel ist ein ruhiger, ausgeglichener Hund, der den größten Teil der Reise entspannt ruhen kann.

Die kurze Antwort

  • Wir planen von Beginn an auf ruhiges Verhalten hin.
  • Wir arbeiten mit vertrauenswürdigen Hundetrainerinnen und Hundetrainern zusammen, die Hunde unterstützen können, wenn Stress zu erwarten ist.
  • Wenn Sie uns frühzeitig informieren, können wir Ihnen vor der Reise praktische Schritte empfehlen und Sie bei der Einrichtung an Bord unterstützen.

Was wir tun

  • Wir können Sie mit einer Hundetrainerin oder einem Hundetrainer verbinden, um einen kurzen Plan für die Zeit vor der Reise und einfache Ruheübungen zu erarbeiten.
  • Wir helfen Ihnen, die passende Reise für das Temperament und die Erfahrung Ihres Hundes zu wählen.
  • Wir beraten Sie zu einer ruhigen Routine am Flugtag und dazu, was Sie einpacken sollten.
  • Wir unterstützen Abläufe an Bord, die Auslöser reduzieren und Ruhe fördern.

Was Sie vor der Reise tun können

Kleine Vorbereitungsschritte machen oft einen großen Unterschied.

1) Eine „Zur Ruhe“-Routine aufbauen

  • Wählen Sie eine Matte oder Decke, die zum festen Ruheplatz Ihres Hundes wird.
  • Üben Sie zu Hause in kurzen Einheiten. Belohnen Sie ruhiges Verhalten auf der Matte.
  • Steigern Sie Ablenkungen langsam (Geräusche, Bewegung, Besuch), während der Ruheplatz gleich bleibt.

2) Ruhe in unmittelbarer Nähe üben

Reisen in einer gemeinsamen Kabine bedeutet, dass Hunde anderen Hunden näher sein können als bei einem gewöhnlichen Spaziergang.

  • Üben Sie ruhige Momente des Vorbeigehens an der Leine.
  • Belohnen Sie Ihren Hund dafür, wegzuschauen und entspannt zu bleiben.
  • Wenn Ihr Hund reaktiv ist, ziehen Sie frühzeitig eine Hundetrainerin oder einen Hundetrainer hinzu, statt darauf zu hoffen, dass es am Reisetag besser wird.

3) Ausrüstung wählen, die ruhige Kontrolle unterstützt

  • Ein gut sitzendes Geschirr ist für die Kontrolle auf Reisen meist komfortabler als ein Halsband.
  • Bringen Sie eine kurze Leine mit, damit Ihr Hund in Ihrer Nähe bleibt und nicht in den Gang gelangt.
  • Vermeiden Sie neue Ausrüstung am Reisetag. Nutzen Sie nur Ausrüstung, die Ihr Hund bereits akzeptiert.

Routine am Flugtag

  • Gehen Sie kurz vor der Abreise noch einmal ausreichend mit Ihrem Hund spazieren und geben Sie ihm Gelegenheit, sich zu lösen.
  • Halten Sie die Mahlzeiten vor der Abreise leicht, sofern Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt nichts anderes empfiehlt.
  • Bieten Sie wie gewohnt Wasser an, vermeiden Sie jedoch eine große Trinkmenge unmittelbar vor dem Boarding.
  • Achten Sie auf ruhige, vorhersehbare Abläufe. Eine vertraute Routine gibt den meisten Hunden Sicherheit.

Was Sie für einen ängstlichen Hund einpacken sollten

  • Vertraute Matte oder Decke (der Ruheplatz Ihres Hundes)
  • Besonders hochwertige Leckerli in kleinen Stücken
  • Einen bevorzugten, sicheren Kauartikel (nur wenn Ihr Hund Kauartikel ruhig nutzt und Sie ihn dabei beaufsichtigen können)
  • Unparfümierte Tücher und ein zusätzliches Handtuch
  • Einen verschließbaren Beutel für benutzte Gegenstände
  • Optionale Beruhigungshilfen, die Ihr Hund bereits kennt (zum Beispiel eine gut sitzende Beruhigungsweste)

Wenn Sie ein Pheromonprodukt ausprobieren möchten, testen Sie es bitte zuerst zu Hause. Manche Hunde sprechen gut darauf an, bei anderen zeigt sich keine Veränderung.

Was Sie an Bord tun können, wenn Angst aufkommt

1) Früh handeln

Wenn Sie erste Stresssignale bemerken, führen Sie Ihren Hund zurück an seinen Ruheplatz, bevor die Angst zunimmt.

2) Langsam und ruhig bewegen

  • Sprechen Sie leise und beschränken Sie Berührungen und Handling auf das Nötige.
  • Reduzieren Sie Reize, indem Sie Ihren Hund nach Möglichkeit zu Ihnen und vom Gang weg ausrichten.

3) Einfache, vertraute Signale nutzen

  • Bitten Sie Ihren Hund, auf der Matte „zur Ruhe“ zu kommen.
  • Belohnen Sie ruhiges Verhalten, auch wenn es anfangs nur kurz anhält.

4) Soziale Begrüßungen vermeiden

Auch freundliche Begrüßungen können das Erregungsniveau erhöhen. In einer gemeinsamen Kabine ist ruhiger Abstand meist besser als Interaktion.

5) Sicherheitsanweisungen der Crew sofort befolgen

Wenn die Crew Sie bittet, Ihren Hund zu beruhigen, die Leine zu verkürzen oder Bewegungen zu unterbrechen, folgen Sie dieser Anweisung bitte umgehend.

Wann Sie eine Hundetrainerin, einen Hundetrainer oder Ihre Tierärztin beziehungsweise Ihren Tierarzt einbeziehen sollten

Bitte sprechen Sie vor der Reise mit einer Hundetrainerin, einem Hundetrainer oder Ihrer Tierärztin beziehungsweise Ihrem Tierarzt, wenn Ihr Hund:

  • In der Vergangenheit Panik, starke Geräuschempfindlichkeit oder Trennungsstress gezeigt hat
  • Auf unbekannte Hunde oder Menschen reaktiv reagiert
  • Eine medizinische Erkrankung hat, die sich durch Stress verschlechtern könnte

Entscheidungen über Medikamente treffen immer Sie gemeinsam mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt. Geben Sie keine Sedativa oder beruhigenden Medikamente, es sei denn, Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt hat diesen Medikamentenplan ausdrücklich für Ihren Hund empfohlen.

Eignung für eine Reise in gemeinsamer Kabine

Für die Sicherheit des Fluges muss jeder Hund von seiner Halterin oder seinem Halter zuverlässig geführt werden können und im Umgang mit anderen Hunden und Menschen gut händelbar sein. Wenn Ihr Hund nicht zur Ruhe kommt oder anhaltende Aggression beziehungsweise unkontrollierte Reaktivität zeigt, ist eine Reise in gemeinsamer Kabine möglicherweise nicht die passende Option.